Direkt zum Inhalt
  • Impressum
  • Datenschutz
Startseite
  • Start
  • Texte
  • Film und Bühne
  • Peter Mussbach
  • Kontakt
  • Newsletter bestellen
#GESELLSCHAFT X.O #GESELLSCHAFT X.O#ANTHROPOZÄN#MIERDA#flash#MUSIK#SIC-GEFÜHLE!#TEXTE

DIE GEISTIGEN IMPLIKATIONEN DER KI
TEIL 2: DER MENSCH IN DER MASCHINE

24. November 2025
Aktuell
Charlie Stein

Was sie sehen, ist nicht, was wirklich da ist; 
es ist das, wovon Ihr Gehirn glaubt, es sei da.
F. Crick

Neulich haben sie einem humanoiden Roboter Menschenhaut verpasst. Menschenähnliche jedenfalls, mitten ins Gesicht. Mit dieser absurden Prozedur wollte man der Maschine menschliche Züge verleihen. Und dies so perfekt wie irgend möglich – so, wie ein Mensch eben, der verschmitzt lacht oder herzerbärmlich weint.

Das angeblich so sensationelle Vorgehen ereignete sich wenig überraschenderweise im roboteraffinen Japan, wo ein Team der Universität Tokio unter der Leitung von Shoji Takeuchi menschenähnliche Haut auf dem kreisrunden Knopfaugengesicht eines Roboters aufbrachte. Und dies wohl auch deshalb, um derart avancierte Maschinen eines nicht allzu fernen Tages wie echte Menschen erscheinen zu lassen – von diesen praktisch nicht mehr zu unterscheiden: BLADE RUNNER lässt grüßen.

Maschinengesichter solchen Schlags wären schon heutzutage, wo die EINSAMKEIT grassiert wie eine besonders gemeine Variante der Influenza, ein wahrer Segen. Nicht nur, um als attraktive Robotergirls älteren Herren zur Hand zu gehen, sondern auch, um als junge smarte Toyboys alleinstehenden Witwen rund um die Uhr zur Seite zu stehen – so beispielsweise bei einem Luxusdinner in einem gediegenen Restaurant, oder aber auf einer Abenteuerkreuzfahrt durch die Karibik. Letztlich aber auch, um den verwaisenden öffentlichen Raum neu zu beleben, und dem in die Kritik geratenen Stadtbild der Republik mit heiteren, aufgeschlossenen und unverfänglichen Gesichtern wieder auf die Sprünge zu helfen.

DIE WIRKLICHKEIT DES MENSCHEN IST NICHT DIE REALITÄT

Doch woher rührt diese penetrante, nachgerade manische Wesensart des Homo sapiens, sich in allem und jedem zu spiegeln und zu doppeln? Warum verleiht er seinen Maschinen menschliche Züge? Warum nur zieht er die Dinge an sich heran und vermenschlicht diese bis diese ihm zum Verwechseln ähneln. So, als gäbe es nur ihn, den Menschen (!) auf dieser Erde – jenseits aller Natur und allem Getier. Versuchen wir diesem Phänomen auf den Grund zu gehen und tauchen in die Tiefen der menschlichen Seele ein.

Zunächst – der Mensch hat Bewusstsein. Von allen Lebewesen wohl das mit der größten Kapazität und Komplexität. Über dessen Qualitäten sich kritisch zu äußern, scheint verwegen. Und doch – das menschliche Bewusstsein birgt Probleme in sich: Es produziert Denkfehler und erzeugt Illusionen dort, wo der Mensch sie am allerwenigsten vermuten würde.

So sind die Eindrücke und Bilder der Welt, die der Mensch mit seinen Augen sieht, nicht etwa die objektive Realität, wie er vermutet. Sondern vielmehr Eindrücke und Bilder, die ausschließlich von seinem Gehirn produziert wurden, und – von ihm selbst völlig unbemerkt – sogar derart perfekt auf ihn zurechtgeschneidert, dass diese für ihn nichts anderes als die OBJEKTIVE REALITÄT sein können, die zu hinterfragen sich nur die Verrückten getrauen.

Dabei sind die Bilder, die uns vom Außenraum der Welt zu Bewusstsein kommen, nichts anderes als bloße Mutmaßungen und Fiktionen des Gehirns, da dieses – unter der Schädeldecke in einer finsteren Höhle vergraben – keinerlei direkten Zugang zum Außenraum besitzt. Deshalb ist das Gehirn (auf Gedeih und Verderb) auf die Sinnesorgane in der Peripherie des menschlichen Körpers angewiesen, die das Zentralorgan oben in seiner von allem abgeschotteten Knochenhöhle mit Informationen über das aktuelle Umfeld in der Peripherie versorgen. Und dies mithilfe von Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Doch all das geschieht nicht unmittelbar, wie es der Mensch vermeint, sondern mittelbar über die "Zentrale" : So sieht der Mensch nicht mit den Augen, er sieht mit seinem Gehirn!  

In diesem Zusammenhang ergibt sich ein weiteres Problem: Denn alle Sinneseindrücke werden im Handumdrehen in elektrische Ströme umgewandelt und in völlig abstrakter Qualität ans Gehirn weitergeleitet, sodass dieses letztlich dazu gezwungen ist, sich allein aus diesen physikalischen Energieströmen ein BILD von der Welt zusammenzubasteln. Insoweit sind es nichts als absolut virtuelle Bilder und Eindrücke, die der Mensch sieht, von diesem jedoch völlig unhinterfragt und wie selbstverständlich als objektive Gegebenheiten verstanden werden. Ein mentaler Irrtum, der jedoch von lebensrettender Bedeutung ist: Denn in einer Welt aus lauter Fragezeichen wäre der Mensch verloren, verkröche sich völlig verwirrt in eine dunkle Ecke und würde eingehen wie eine Pflanze, der das Wasser fehlt.

Doch damit nicht genug: Denn im Kontext dieser nachgerade ingeniösen Manipulationen achtet das Gehirn zudem peinlichst darauf, den von ihm generierten Bildern und Impressionen einen möglichst stabilen und kohärenten Charakter zu verleihen, damit der Mensch die WIRKLICHKEIT nicht wie einen stotternden Motor erlebt, nur weil sein Gehirn stottert. Stattdessen präsentiert ihm sein Denkorgan einen perfekt ablaufenden Film im Charakter eines natürlich-dahingleitenden Flusses, den der Mensch (als mehr oder weniger aufmerksamer Zuschauer) sinnlich durchlebt. Es ist seine Wirklichkeit – was soll er machen?

DAS SUBJEKT-OBJEKT-PARADOXON

In diesem Sinne nimmt der Mensch die Wirklichkeit wahr, als wäre er ein SUBJEKT, das – im Zentrum der Welt stehend – die Dinge um sich herum wie Objekte betrachtet, die zu seiner Disposition und ihm zum Verbrauch stehen. In diesem Kontext ist es von großer Bedeutung, darauf hinzuweisen, dass der Konsumismus und Verbrauchswahn des Menschen in diesem so harmlos wirkenden Wahrnehmungsmodus des Menschen wurzelt – seine besinnungslose Ausbeutung der irdischen Ressourcen, und seine unkontrollierbare Gier und Habsucht nach allem, was er nur zusammenraffen kann.

Doch mit der mentalen Evokation, sich wie ein Subjekt zu fühlen, muss es vom Gehirn zu weiteren Täuschungsmanövern kommen, benötigt ein Subjekt doch ein ICH und ein SELBST, um sich wirklich wie ein Subjekt vorzukommen. Und außerdem: Ohne Ichempfindung und ohne Selbstgefühl wäre der Mensch aufgeschmissen. Braucht er doch ihn strukturierende Informationen über sich selbst, die INNENWELT, und die soziale wie die natürliche Welt, die AUSSENWELT. Und darüber hinaus benötigt er zudem vor allem auch stabilisierende Funktionen, die ihm das Gefühl von Kontinuität und Sicherheit im Erleben vermitteln. Nicht zuletzt aber kann er für sein reibungsloses Funktionieren in der Welt in seinem Inneren partout nicht auf eine (unbewusste) starke Hand verzichten, die seine Gedanken, Gefühle und Handlungen aufeinander abstimmt und reguliert, wenn er denn nicht ständig aus der Kurve fliegen, oder zum Buchhalter seiner selbst werden will. Ohne distinkte Motivationen als innerer Motor und emotionale Antriebskraft, kann der Mensch auf Dauer nur schwerlich etwas erreichen, und wird stattdessen rasch zu einer Art OBLOMOV.

Aus diesem Grund kommt der Mensch kognitiv und emotional auch nicht ohne ein perfekt auf ihn zu geschneidertes Selbstbild aus: Doch dieses Selbstbild, in dem der Mensch sein stabiles, all seine Lebensjahre währendes Ich zu erkennen glaubt, ist beileibe keine kontinuierliche, unerschütterlich die Jahre überdauernde Entität, sondern (ganz im Gegenteil) nur die Aneinanderreihung ultrakurzer Feedbackprotokolle, die den Menschen über seinen augenblicklichen psychophysischen Zustand informieren.

„Das Selbstmodell fasst also als Produkt des Gehirns die körperlichen und geistigen Zustände des Organismus, seine Schmerzen, Bewegungen, Wünsche und Gedanken zusammen und grenzt sie von der Außenwelt ab. Wobei nach Thomas Metzinger (1) eine folgenreiche Fehleinschätzung stattfindet:

„Wir erkennen das komplexe Selbstmodell, das unser Gehirn permanent konstruiert, von Millisekunde zu Millisekunde sozusagen, nicht mehr als ein Modell. Und dadurch entsteht die Situation, dass aus einem Selbstmodell ein Selbst wird, aus einem Abbildungsvorgang ein echtes Selbsterleben, das unhintergehbar ist; bei dem wir das Gefühl haben, wir sind sozusagen uns selbst unendlich nahe und in direktem Kontakt mit uns selbst.“

Die Vorstellung vom einheitlichen Ich kommt demnach für Metzinger nur zustande, weil wir verkennen, dass die Inhalte des Ichs nur ein Modell unserer inneren Vorgänge sind. Es sind nur Interpretationen der Zustände des Organismus, die viel zu schnell ablaufen, als dass wir merken, dass sie ständig neu vom Gehirn produziert werden.

Also glauben wir, eine eigene geistige Substanz „das Ich“ zu sein – und das ist eine Illusion. Eigentlich leben wir nur in einem neuronal konstruierten „Ego-Tunnel“, innerhalb dessen wir immer nur selektiv wahrnehmen, was dem eigenen Organismus gerade wichtig ist. Metzinger kann tatsächlich zeigen, dass viele Merkmale des Ich als permanent erzeugte Hirnkonstruktionen verstanden werden können: etwa das Gefühl, im Jetzt zu leben, eine subjektive Perspektive auf die Welt zu besitzen, ein ganzheitliches Bild unserer selbst zu haben, ein handelndes Subjekt zu sein oder zu wissen, dass es auch andere Wesen gibt, die mit einem solchen Ich-Gefühl durch die Welt gehen.“ (2)

SICH IM ZENTRUM DER DINGE ZU FÜHLEN – WELCH EINE IRONIE DER EVOLUTION

Doch die spezifische Art und Weise, mit welcher der Mensch die Welt wahrnimmt, zeitigt für ihn fatale Folgen: Denn in der Überzeugung, als Subjekt im Zentrum der Welt zu stehen, deren Objekte nur darauf zu warten scheinen, von ihm gebraucht und verbraucht zu werden, liegt wohl auch dessen vielbeschworene Hybris begründet – sein Hochmut und seine Arroganz den Dingen, aber auch anderen Menschen und Kulturen gegenüber. Und auch dessen rigoroses Streben nach Macht um der Macht willen, gründet in diesem verwegenen Wahrnehmungsmodus. So neigt der Mensch von Hause aus dazu, sich selbst zu überhöhen und sich zum Herrscher aller Reußen aufschwingen zu wollen. Gegenwärtig scheint die Welt voll von solchen Charaktertypen, die über Leichen gehen, wenn es deren Vorteil zu sein scheint.

Doch aus einer anderen, übergeordneten Perspektive betrachtet, erscheint die Fiktion, sich als ein einzigartiges Subjekt im Zentrum der Welt zu fühlen, durchaus sinnvoll, ja notwendig, da der Mensch andernfalls unfähig wäre, sich zu orientieren und handlungsfähig zu sein. Eine bizarre IRONIE DER EVOLUTION: Denn einerseits unterliegt der Mensch der die Sinne täuschenden Illusion, sich als überstarkes Wesen im Zentrum der Welt zu befinden, andererseits aber ist dieser „Betrug“ für ihn überlebensnotwendig. Für ihn, den Homo sapiens, der mit dieser Eigenart die Arroganz und den Größenwahn zwangsläufig „gepachtet“ zu haben scheint. So war es schon Aristoteles, der den Menschen in seinem Traktat Scala Naturae  als die am höchsten stehende Lebensform bezeichnete. Und der Bibel zufolge, die wohlgemerkt von Menschen geschrieben wurde, erschuf Gott zunächst das Gestein, dann die Pflanzen und die Tiere, und schließlich – als Krönung der Schöpfung – den Menschen: „Dann sagte Gott: »Jetzt wollen wir den Menschen machen, unser Ebenbild, das uns ähnlich ist. Er soll über die ganze Erde verfügen: über die Tiere im Meer, am Himmel und auf der Erde.« So schuf Gott den Menschen als sein Abbild, ja, als Gottes Ebenbild.“ (1 Mos 1,26 und 27) Und der größenwahnsinnige Mensch Gott damit als sein Abbild, ja als Ebenbild, könnte man deprimiert hinzufügen.  

So weit, so gut: Aber andererseits gilt es, darauf hinzuweisen und zu betonen, dass der Mensch durch diesen Irrglauben erst handlungs- und überlebensfähig wird – welch entwicklungsgeschichtliche Fatalität. Damit aber kommen wir zum entscheidenden Moment im Rahmen dieser in sich so widersprüchlich funktionierenden mentalen Dynamik: Sich überlagernde und interferierende Funktionen, deren kognitive Mechanismen im menschlichen Gehirn – einem latenten Handicap gleich – fest „programmiert“ sind, und das Verhalten des Menschen zu affizieren vermögen, ohne dass dieser auch nur im Ansatz davon etwas mitbekommen würde. Handelt es sich bei derartigen Prozessen doch ausschließlich um unterbewusste Vorgänge. Und was nicht nach „außen“ – also zum Menschen durchdringen soll, bleibt beim menschlichen Gehirn auch für dessen Besitzer unter Verschluss. Das Gehirn tut alles, um den Menschen nicht zu verunsichern. Und es ist verantwortlich dafür, diesen unter allen Umständen stabil zu halten, wie die Leber das Blut zu entgiften hat.

Doch der zentralperspektivische Blick auf die Welt hat - neben Arroganz und Größenwahn - noch eine weitere, höchstfatale Konsequenz für das Erleben des Menschen: Denn mit der wahrnehmungsbedingten Überzeugung, im Zentrum der Welt zu stehen, empfindet dieser gleichzeitig auch eine TIEFE KLUFT zwischen sich, dem Betrachter, und der Welt und der Natur, die ihn umgeben. So, als wäre dieser Hiatus unüberwindbar, und er auf immer und ewig aus den Sphären der Natur verbannt, per se unfähig, je ein integraler Teil der Natur zu werden. Denn sein ausgeklügeltes Bewusstsein hindert ihn daran, macht es ihn doch völlig unabhängig von deren Gesetzmäßigkeiten, Funktionen und Zeitabläufen: Wenn es dunkel ist, schlafen die Tiere. Der Mensch aber nicht, denn er besitzt künstliches Licht!

Doch beim Blick in den Sternenhimmel offenbart sich die tief im Inneren schlummernde Sehnsucht des Menschen, sich in den die Sinne raubenden Weiten des kosmischen Geschehens zu verlieren und aufzugehen. Und diese Sehnsucht kommt nicht von ungefähr, besteht der Mensch doch – fern aller Esoterik – tatsächlich aus nichts als STERNENSTAUB, denn jedes Atom im menschlichen Körper war dereinst Teil eines Sterns – Sauerstoff, Kohlenstoff, Eisen und Kalzium, wurden im Inneren von Sternen erzeugt und bei deren Explosion in Form einer Supernova ins All geschleudert. Jede Zelle des Körpers scheint sich beim Anblick der ewigen Weiten zu erinnern.

DAS BEWUSSTSEIN KANN AUCH EINE STRAFE SEIN

Doch der Mensch ist und bleibt unfähig, sich den Dingen hinzugeben. Meist angespannt, scheint er sich zwangsneurotisch ständig kontrollieren und im Zaum halten zu müssen – einsame Momente des gedankenlosen Schwingens und puren Seins inmitten der Natur kennt er praktisch nicht. Denn solche Augenblicke scheinen ihm versagt, ist er doch auf Gedeih und Verderb ein Gefangener seiner Ich-Welt-Grenze und seines zentrierten Wirklichkeitsmodell (Metzinger), in dem er sich zwar im Mittelpunkt der Ereignisse fühlen darf, aber dennoch ein Ausgestoßener bleibt, der dazu gezwungen ist, sich ganz allein einen Platz in der Welt zu ergattern – für immer ausgeschlossen von den übergeordneten natürlichen Prozessen, und nie ein Teil derselben – so, wie der Mönch am Meer von Caspar David Friedrich:

Der Mönch – ein später Nachfahre von Adam und Eva, den beiden Vertriebenen aus dem Paradies. Den ersten Menschen, die, kaum von Gott erschaffen, auch schon vom Bösen verführt, ebenfalls „wie Gott“ sein wollen, weshalb sie heimlich einen Apfel vom Baum der Erkenntnis essen, dafür aber von Gott auf der Stelle fürchterlich bestraft werden: Nimmt dieser ihnen doch alle Natürlichkeit und alles Selbstverständliche ihres bisherigen Daseins, indem er ihnen ihre Existenz schlagartig zu Bewusstsein bringt: Was zwangsläufig dazu führt, dass beide die Unschuld ihres Seins verlieren und erkennen müssen, dass sie splitterfasernackt sind, woraufhin sie sich aus lauter Scham in eine Ecke verziehen und und vor Gott verstecken. Auf diese Art und Weise erlangt der Mensch zwar das BEWUSSTSEIN SEINER SELBST, dies jedoch beileibe nicht aus irgendeiner Form von Gnade, sondern, ganz im Gegenteil, als furchtbare Gottesstrafe, die den Menschen aus seinem natürlichen Lebensraum herausreißt und fürderhin dazu verdammt, ein Leben voller Mühsal, harter Arbeit, Schmerz und Tod führen zu müssen. Doch mit der Gewissheit des eigenen Todes erleidet der Mensch auch die größtmögliche existentielle Kränkung, ist er seitdem doch gezwungen, ein Leben in Angst vor seinem Ende zu führen, von welchem er aufgrund seines Bewusstseins nun auch konsequenterweise Kenntnis hat. 

DIE NATUR – DEM MENSCHEN EIN BEDROHLICHES, FREMDARTIGES GEGENÜBER

Auf dieser Grundsituation, vom natürlichen Kreislauf der Dinge ausgeschlossen zu sein, basiert in letzter Konsequenz auch die zwiespältige und fremdelnde Haltung des Menschen der Natur gegenüber. Ist diese für ihn doch bis heute ein Buch mit sieben Siegeln – rätselhafte Sphären und ideale Projektionsflächen für dessen fluktuierende und schillernde Deutungen und angstdurchfluteten Fantasien.

So ist die Natur in ihrer mirakulösen Schönheit und atemberaubenden Vielfalt zwar immer schon ein ausgesprochener Sehnsuchtsort für den Menschen gewesen, doch aufgrund ihrer furchterregenden Unberechenbarkeit und ihren alles zermalmenden Kräften dabei auch immer ein Schreckensort, in dem dieser höllisch auf der Hut sein musste, um nicht von deren Gewalten verschluckt oder zermalmt zu werden. Doch waren die Sphären der Natur trotz allem auch immer Orte des Magischen und Mirakulösen – des Anziehenden und Abstoßenden zugleich: Zwielichtige, verwunschene Orte, die in den Menschen noch heute die bizarrsten Ängste hervorrufen und die verrücktesten Fantasien auslösen. In ihm, dem Homo sapiens, der sich als Illusionsopfer seines Gehirns immer wieder dazu gezwungen sieht, die Dinge gründlich zu verkennen und unwillkürlich in ihr Gegenteil zu verkehren. So wie in diesem abgründigen, vielleicht schönsten Gedicht von Joseph von Eichendorff, in dem die Natur nur anscheinend eine zwielichtige Rolle spielt.

ZWIELICHT

Dämmrung will die Flügel spreiten,
Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken zieh’n wie schwere Träume –
Was will dieses Grau’n bedeuten?

Hast ein Reh du lieb vor andern,
Laß es nicht alleine grasen,
Jäger zieh’n im Wald’ und blasen,
Stimmen hin und wider wandern.

Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug’ und Munde,
Sinnt er Krieg im tück’schen Frieden.

Was heut müde gehet unter,
Hebt sich morgen neu geboren.
Manches bleibt in Nacht verloren –
Hüte dich, bleib’ wach und munter!

TREMA – UNHEIL LIEGT IN DER LUFT

Was will dieses Grau’n bedeuten? – Irgendetwas stimmt nicht. Unheil liegt in der Luft! Es ist zum Greifen nah. Und doch entzieht es sich jeglicher Konkretion. Mit einem Mal scheint die Welt eine andere. Und über all dem unbestimmbaren Spuk ziehen schwere, düstere Wolken dahin wie zwielichtige Gestalten der Düsternis. Fratzenhafte Vorboten einer nahenden Katastrophe, so viel ist sicher!

Die Stimmung erinnert an das TREMA einer beginnenden Schizophrenie. An die ersten Symptome, mit welchen eine solche Psychose ihren Anfang nimmt: Mit dem Erleben eines undefinierbaren Erzitterns der Welt nämlich. Und des wachsenden Misstrauens ihr gegenüber:

„Das Trema lässt sich am Ängstlichen vergegenwärtigen, der allein durch den dunklen Wald geht: nichts ist mehr „selbstverständlich“, nichts mehr „natürlich“. Im Dunkel, wo man es nicht sehen kann, und hinter den Bäumen lauert „es“ – man fragt nicht, was Es ist, das da lauert. Es ist ein ganz Unbestimmtes, es ist das Lauern selber. Die Zwischenräume zwischen dem Sichtbaren und das Dahinter, all dieses Ungreifbare ist nicht mehr geheuer, der Hintergrund selbst, vor dem sich die greifbaren Dinge abheben, hat seine Neutralität verloren. Nicht der Baum oder der Strauch, den man sieht, das Rauschen der Wipfel oder das Schreien des Kauzes, das man hört, ist es, das uns beben macht, sondern alles Hintergründige, der ganze Umraum, aus dem Baum und Strauch, Rauschen und Krächzen sich herauslösen, eben das Dunkel und der Hintergrund selbst sind es." (3)

Hüte dich, bleib’ wach und munter! warnt das Gedicht am Ende den Leser, sich von seinen latenten und abgründigen Ängsten vor der Natur und deren unberechenbaren Energien und Erscheinungen nicht kirre machen zu lassen. Doch der Mensch ist nun einmal ein leicht manipulierbares Wesen, das sich auch selbst – gefangen in seinem zuweilen irrational durchfärbten Gefühlsleben – schrecklich auf den Leim gehen kann. Schuld daran ist dessen Gehirn, das auch seelisch und geistig völlig intakte Menschen nicht vor derart aberwitzigen Erlebnissen schützten kann, sondern – ganz im Gegenteil - durch Sinnestäuschungen oder Wahngedanken dem Menschen, der immerhin der Besitzer des Gehirns ist, viel Unheil zu bringen vermag. So, wie beispielsweise in Eichendorffs Gedicht, in welchem allein das Zwielicht der Abenddämmerung dem Menschen das unheilschwangere Gefühl vermittelt, das Böse griffe nicht nur nach ihm, sondern auch nach seinen Freunden und seiner Geliebten, obwohl es doch allein er selbst es ist, der zum Opfer seiner inneren uneingestandenen Ängste geworden ist – paranoid und unfähig, noch einen klaren Gedanken fassen zu können.

Insofern ist es in diesem Zusammenhang nicht der Mensch, der leicht manipulierbar ist, sondern dessen Gehirn, wenn 
man sich eine solche Zote leisten will. Und dennoch gilt es daran zu erinnern, welche fatale Rolle dieses hinsichtlich des Verhaltens des Menschen spielen kann! In Form von sogenannten Sinnestäuschungen, Wahngedanken und anderen geistigen Entgleisungen, die dem Menschen viel Unheil bringen können. Wie beispielsweise im ZWIELICHT, dem Gedicht Eichendorffs. Da fühlt sich einer im Zwielicht der Abenddämmerung mit einem Mal von feindlichen Mächten umzingelt und bedroht, wobei er selbst es doch ist, der zum Opfer seiner inneren (uneingestandenen) Ängste geworden ist – paranoid und unfähig, noch einen klaren Gedanken fassen zu können.

HÜTE DICH, BLEIB WACH UND MUNTER

Doch trotz allem, in seinem Empfinden und Erleben ist und bleibt die Natur für den Menschen im Prinzip ein feindliches Gegenüber, was wohlbemerkt nicht das Geringste mit der Natur und deren Prozessen zu tun hat. Die Natur ist keine Person. Und deshalb kann sie auch niemandes Feind sein.

Hüte dich, bleib wach und munter, ruft Eichendorff dem Menschen zu. Doch was soll er machen – er kann einfach nicht anders. Aufgrund der Labilität seines Gehirns ist er nicht davor gefeit, zu gegebenem Anlass seinen Befürchtungen und Ängsten oder Spleens mehr oder weniger hilflos zu verfallen: So, sich in unsicheren Zeiten unsicher und ängstlich auf Hirngespinste zu stürzen, die – in Fake News oder Verschwörungstheorien verpackt – , die Dinge endlich einmal „richtig“ auf den Punkt bringen. Oder sich schrägen Überzeugungen hinzugeben, die längst ad acta gelegt wurden, wie beispielsweise die Erde ist eine Scheibe, als gäbe es  mittlerweile nicht unzählige Fotografien oder Videos vom kreisrunden und blaublauen Planeten Erde. Doch da das Gehirn im Grunde nicht weiß, was die Realität wirklich ist, macht es eben den ganzen Schabernack mit, wenn es von seinem „User“ nur genügend unter Druck gesetzt wird. Wie gesagt, das Gehirn kennt keine „Realität". Es kennt nur Entwürfe derselben. Und diese sind mittlerweile derart bizarr, dass es diesem Denkorgan eigentlich endlich auffallen müsste, an welchem Irrsinn und Aktionismus es sich mittlerweile beteiligt.

Doch bei allem: Die tiefe Einsamkeit der auf sich selbst gestellten Existenz des Menschen, und die abgrundtiefe Kluft zwischen ihm und der Außenwelt, schwelen in den Katakomben seiner Seele, die zuweilen – ohne, dass er etwas dagegen unternehmen könnte – eine ihn immer wieder überraschende und herzzerreißende Sehnsucht in ihm entfacht, einmal ein Teil der natürlichen Bewegungen zu werden, und diesen nicht immer wie ein Fremder und Ausgestoßener gegenüberstehen zu müssen – durchdrungen von tiefen Einsamkeits- und Ohnmachtsgefühlen.

Um derart unangenehmen Gefühlszuständen auszuweichen oder diese möglichst zu vermeiden, hat sich der Mensch im Laufe seiner Evolution eine ziemlich ausgefuchste Methode zu eigen gemacht, um die nur schwer zu ertragende, schier ewige Kluft zwischen ihm und den Dingen wenigstens GEISTIG zu überwinden: In diesem Zusammenhang baut er sich in seiner Fantasie eine mentale Brücke und spiegelt sich in den Erscheinungen der Natur, indem er diesen Eigenschaften andichtet, die prinzipiell nur Menschen zu eigen sind. Auf diese Art und Weise versucht der Gedankenjongleur – mehr oder weniger erfolgreich – den leidigen existentiellen Widerspruch, den sein Dasein beinhaltet, in seinem Erleben zumindest ideell aufzulösen. Dies geht sogar soweit, dass sich der Brückenbauer bei spirituellen Fragen wie denen nach Gott ins absolut Illusionäre hineinsteigert und diesem in seinem Größenwahn Menschengestalt zuspricht, so wie es vom Christentum über den Hinduismus bis hin zum Shintoismus durchaus üblich ist. Man erinnere sich nur an das aberwitzige Deckenfresko Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle, in der die unstillbare Sehnsucht des Menschen, sich mit den ewigen Dingen zu verbinden, sogar dazu führt, dass sich Gott und Adam, die beide im Raum zu schweben scheinen, für Augenblicke mit dem Zeigefinger beinahe berühren. Vom immer noch omnipräsenten Abbild des Welterlösers Jesus Christus ganz zu schweigen – dem Sohn Gottes. Mit seiner Mutter Maria: Die himmlische Kleinfamilie als ewige Konstellation – Vater, Mutter und Sohn. Auf diese Art und Weise versucht sich der Mensch das Unvorstellbare vorstellbar zu machen, bleibt aber nur wiederum derjenige, der sich bei all seinem Kopftheater zwangsläufig auf sich selbst und seine Ahnungslosigkeit zurückgeworfen sieht. 

An einem derartigen Beziehungswahn leidet der Mensch noch heute. Allerdings in entsprechender Art und Weise, also auf einem eher banalen und schalen Niveau. So hören heutzutage schon meteorologische Hochs oder Tiefs auf menschliche Namen wie Sabine oder Joshua. Ursprünglich bekamen Hochdruckgebiete männliche und Tiefdruckgebiete weibliche Namen, aber seit 1998 werden die Geschlechter jährlich im Wechsel vergeben, um eine Diskriminierung von Frauen zu vermeiden. Welch eine Idiotie des postzivilisatorischen Individuums, das die schreienden Ungerechtigkeiten seiner Gesellschaften in den Himmel verlagert, damit es wenigstens dort oben nicht zu solch misogynen Entgleisungen kommt. Wesentlich unverfänglicher ist da jedoch die Tatsache, dass heutzutage selbst Autos oder Mähroboter Namen wie Erwin oder Freddy tragen, oder der Computer „seinen Geist aufgibt“ wie der Mensch selbst.

In dieser Wesensart des Menschen, dem ANTHROPOMORPHISMUS, gründet auch das technologische Phänomen der sogenannten KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ, mit der sich dieser offenbar schwer verhoben und sich ein folgeschweres mentales Bein gestellt hat. Denn auf einmal scheint ihm seine Eigenart, die Dinge zu vermenschlichen, zum Fluch geworden zu sein. Glaubt er doch, sich in den Maschinen GEISTIG noch einmal neu erfinden zu können, obwohl er sich in diesen de facto doch nur selbst kopiert und doppelt, weil er seine angeblich so intelligenten Maschinen allein mit seinen geistigen Ergüssen füttert. Ein fataler intellektueller Kreislauf, der zwangsläufig die fürchterliche Angst in ihm provoziert, von seinen Maschinen „überholt“ und schließlich entmündigt zu werden, weil er gleichsam mit sich selbst in Konkurrenz getreten ist. Dümmer konnte es nicht laufen! Und auch in diesen Punkt finden wir wieder die gründliche Verkennung der Dinge, die so typisch ist für den Menschen: Wann beginnt er endlich, sich Sorgen um sich zu machen, statt um seine Maschinen?

Schumann: Liederkreis, Op. 39: No. 10, Zwielicht – Dietrich Fischer-Dieskau

(1)  Thomas Metzinger: Der EGO-Tunnel. 2009. Berlin, Berlin Verlag.
(2)  Martin Hubert: Das rätselhafte Selbst. Deutschlandfunk. 15.10.2009
(3)  Klaus Conrad. Die beginnende Schizophrenie. 1959. Stuttgart, Thieme Verlag. S. 79 - 80

Fortsetzung folgt

alle Beiträge zum #GESELLSCHAFT X.O

DIE GEISTIGEN IMPLIKATIONEN DER KI
TEIL 2: DER MENSCH IN DER MASCHINE
DIE GEISTIGEN IMPLIKATIONEN DER KI
TEIL 1: DIE REALITÄT DANKT AB
DEUTSCHLAND KRIEGT DIE KURVE NICHT
Teil 3: FATALE GEISTIGE LEERE
DEUTSCHLAND KRIEGT DIE KURVE NICHT
Teil 2: DER MENSCH BRAUCHT EINE EVOLUTIONÄRE PAUSE
DEUTSCHLAND KRIEGT DIE KURVE NICHT
Teil 1: ÜBLE VORZEICHEN
Peter Mussbach Blog "DEUTSCHLAND IN KRIEGSZEITEN"
Gesellschaft / 22
DEUTSCHLAND IN KRIEGSZEITEN
Gesellschaft / 21
Ab durch die Mitte
Gesellschaft / 20
Stuttgart 22
GESELLSCHAFT / 19
Hydroxychloroquin
GESELLSCHAFT / 18
THANATOS – Die ultimative Verschwörungstheorie
GESELLSCHAFT / 17
CHAT
GESELLSCHAFT / 16
ALS WÄR’S EIN ZEICHEN
GESELLSCHAFT / 15
DEMOKRATIE
GESELLSCHAFT / 14
DEMOKRATIE
GESELLSCHAFT / 13
DEMOKRATIE
GESELLSCHAFT / 12
DER TOD DES SOZIALCHARAKTERS
GESELLSCHAFT / 11
ZEITGENÖSSISCHER ESKAPISMUS
GESELLSCHAFT / 10
CHINA – DER MENSCH DER ZUKUNFT?
GESELLSCHAFT / 9
KOLLEKTIVER MASOCHISMUS
GESELLSCHAFT / 8
RECHTSRADIKALE INTERNETREVOLTE
GESELLSCHAFT / 7
KRYPTISCHE KONVERGENZ
GESELLSCHAFT / 6
POKÉMON GO
GESELLSCHAFT / 5
ALTE BILDER
GESELLSCHAFT / 4
GESELLSCHAFT / 3
KÖRPER
GESELLSCHAFT / 2
METAMORPHOSE
GESELLSCHAFT / 1

Blog chronologisch

24. November 2025
DIE GEISTIGEN IMPLIKATIONEN DER KI
TEIL 2: DER MENSCH IN DER MASCHINE
25. September 2025
DIE GEISTIGEN IMPLIKATIONEN DER KI
TEIL 1: DIE REALITÄT DANKT AB
29. Juli 2025
DEUTSCHLAND KRIEGT DIE KURVE NICHT
Teil 3: FATALE GEISTIGE LEERE
2. Juli 2025
DEUTSCHLAND KRIEGT DIE KURVE NICHT
Teil 2: DER MENSCH BRAUCHT EINE EVOLUTIONÄRE PAUSE
22. Mai 2025
DEUTSCHLAND KRIEGT DIE KURVE NICHT
Teil 1: ÜBLE VORZEICHEN
10. Dezember 2024
AUF ÄUSSERST DÜNNEM EIS
Teil 2
29. August 2024
AUF ÄUSSERST DÜNNEM EIS
Teil 1
28. April 2023
HUMAN – STILL HUMAN?
VON DER SERVERFARM AUF DIE HIMMELSLEITER
29. März 2023
HUMAN – STILL HUMAN?
ICH FÜHLE MICH AM LIEBSTEN GUT!
HUMAN – STILL HUMAN? EIN EXPERIMENT von Peter Mussbach
3. März 2023
HUMAN – STILL HUMAN ?
EIN EXPERIMENT
31. Januar 2023
AHNUNG UND ZUFALL
Teil 5
6. Januar 2023
AHNUNG UND ZUFALL
Teil 4
20. Dezember 2022
AHNUNG UND ZUFALL
Teil 3
13. Dezember 2022
AHNUNG UND ZUFALL
Teil 2
30. November 2022
AHNUNG UND ZUFALL
Teil 1
Peter Mussbach BLOG
31. Oktober 2022
AUS ABSURDEM WIRD NOCH LANGE KEIN SCHUH
4. Oktober 2022
TAGESTHEMEN
28. September 2022
31. August 2022
Zur Geschichte und Gegenwart des Menschen / Teil 2
BEWUSSTSEIN
Peter Mussbach: Zeitenwende
12. Juli 2022
Zur Geschichte und Gegenwart des Menschen / Teil 1
EVOLUTIONÄRER WERDEGANG
8. Juni 2022
VOM ENDE EINER ILLUSION
Teil 2
Blog Peter Mussbach Anthropozän / 20
9. Mai 2022
VOM ENDE EINER ILLUSION
Teil 1
Peter Mussbach BLOG #Musik
22. März 2022
BEETHOVEN
Peter Mussbach Blog "DEUTSCHLAND IN KRIEGSZEITEN"
4. März 2022
Gesellschaft / 22
DEUTSCHLAND IN KRIEGSZEITEN
Peter Mussbach Blog
1. Februar 2021
RESILIENZ
Peter Mussbach BLOG: Anthropozän 19
4. Januar 2021
DER REALITÄT GEHT DIE LUFT AUS
Querdenken
27. November 2020
DER REALITÄT GEHT DIE LUFT AUS
Peter Mussbach Blog: Der Realität geht die Luft aus
29. September 2020
Der Realität geht die Luft aus
20. August 2020
Gesellschaft / 21
Ab durch die Mitte
23. Juli 2020
Gesellschaft / 20
Stuttgart 22
12. Juni 2020
GESELLSCHAFT / 19
Hydroxychloroquin
5. Mai 2020
COVID-19
DU HOLDE KUNST – EIN NACHRUF
14. April 2020
COVID-19
5. März 2020
GESELLSCHAFT / 18
THANATOS – Die ultimative Verschwörungstheorie
18. Februar 2020
GESELLSCHAFT / 17
CHAT
22. Januar 2020
#OMAGATE
24. Dezember 2019
FROHE BOTSCHAFT
9. Dezember 2019
Die vier Jahreszeiten
18. November 2019
NEVEN'S LAW
19. Oktober 2019
VERÄPPELT!
18. September 2019
MYTHISCHE KOINZIDENZ
21. Mai 2019
GESELLSCHAFT / 16
ALS WÄR’S EIN ZEICHEN
8. April 2019
GESELLSCHAFT / 15
DEMOKRATIE
11. März 2019
GESELLSCHAFT / 14
DEMOKRATIE
28. Januar 2019
VOM SINN DES LEBENS
10. Januar 2019
GESELLSCHAFT / 13
DEMOKRATIE
19. Dezember 2018
WARUM SO ZAGHAFT?
12. November 2018
LULLABY
DREI NACHRICHTEN DER LETZTEN WOCHE
23. Oktober 2018
GESELLSCHAFT / 12
DER TOD DES SOZIALCHARAKTERS
21. September 2018
AND LIFE FLOWS ON WITHIN YOU
AND WITHOUT YOU ...
17. August 2018
DENKEN
14. August 2018
DIE JUNGE CELLISTIN
13. August 2018
VON MUSIK, KÜHEN UND STAREN
2. Juli 2018
GESELLSCHAFT / 11
ZEITGENÖSSISCHER ESKAPISMUS
11. Juni 2018
GOOD NIGHT
12. März 2018
HOMERISCHES GELÄCHTER
8. März 2018
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
1. Februar 2018
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
15. Januar 2018
GESELLSCHAFT / 10
CHINA – DER MENSCH DER ZUKUNFT?
12. Dezember 2017
KOPF DRAUF!
13. November 2017
SOMNIUM SCIPIONIS
VOM URSPRUNG DER MUSIK
9. Oktober 2017
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
5. Oktober 2017
ZERO
25. September 2017
WIEN, WIEN, NUR DU ALLEIN . . .
22. August 2017
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
17. Juli 2017
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
28. März 2017
GESELLSCHAFT / 9
KOLLEKTIVER MASOCHISMUS
11. Januar 2017
GEDANKEN / 2
TELEPATHIE FÜR ALLE
19. Dezember 2016
GESELLSCHAFT / 8
RECHTSRADIKALE INTERNETREVOLTE
24. Oktober 2016
EXO MARS
20. Oktober 2016
VIBRATISSIMO
17. Oktober 2016
GESELLSCHAFT / 7
KRYPTISCHE KONVERGENZ
23. September 2016
DEATH BY GPS
14. September 2016
GESELLSCHAFT / 6
POKÉMON GO
4. Februar 2016
GESELLSCHAFT / 5
ALTE BILDER
9. Juni 2015
GESELLSCHAFT / 4
30. März 2015
GESELLSCHAFT / 3
KÖRPER
23. Februar 2015
GESELLSCHAFT / 2
METAMORPHOSE
15. Februar 2015
DER ARME FUCHS
2. Februar 2015
GESELLSCHAFT / 1
8. Dezember 2014
GEDANKEN / 1
INSPIRATION
24. November 2014
AUGENBLICK
29. September 2014
DER NUSSBAUM
9. September 2014
IRRSINN